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Analyse der Rede des Propheten Muhammad (sas) zum Monat Ramadan, Teil 4

Oh ihr Menschen! Demjenigen unter euch, der in diesem Monat einen gläubigen Fastenden zum Fastenbrechen [iftar] speist, wird es bei Allah so angerechnet werden, als ob er einen Sklaven befreit hätte, und seine vergangenen Sünden werden vergeben.“

Dann wurde zu ihm gesagt: „Oh Gesandter Allahs, nicht alle von uns sind dazu in der Lage.“, und er (s.) sprach:

„Schützt euch vor dem Feuer, und sei es durch ein Stück einer Dattel. Schützt euch vor dem Feuer, und sei es durch Wasser, was man zu trinken gibt. Denn Allah verleiht diesen Lohn an jemandem, der nicht in der Lage ist, mehr als das zu tun.

Speisen eines gläubigen Fastenden = Befreiung eines Sklaven –> Verbreiten des Guten –> Schutz vor Feuer –> Linderung des Hungers und Durst (Tag der Auferstehung) durch Stück Dattel, Wasser

Der Prophet nutzt hier wieder die allgemeine Ansprache („Oh ihr Menschen“). Und ebenso wechselt er zwischen sozialen (Fastenden speisen) und individuellen Wirkungen (Vergebung), und zeigt damit, wie es miteinander verbunden ist.

Der Lohn für das Speisen eines gläubigen Fastenden ist die Befreiung eines Sklaven. Die Befreiung eines Sklaven war damals damit verbunden, dass man den Sklaven für das freie und eigenständige Leben bildete und lehrte. Das Gleichnis kann also bedeuten, dass das Speisen eines Fastenden ebenfalls langwierige Erfolge zeichnet, zumindest bedeutet es die Verbreitung und Verantwortung gegenüber den Guten.

Hiernach spricht jemand aus dem Publikum. Dass jemand während der Rede des Propheten etwas sagen kann, zeigt, dass der Prophet sehr wohl Interaktivität zuließ. Am Ende der Rede zeigt sich diese Interaktivität noch einmal.

Der Prophet antwortet, dass man sich vor dem Feuer schützen soll. Schützen (Ataqu) kommt von dem Wort Taqwa, was oft mit Gottesehrfurcht übersetzt wird. Eigentlich bedeutet das Wort, sich vor etwas Schlechtem zu schützen, hier das Feuer, das sich aus den Sünden der Menschen ergibt. Der Schutz vor dem Feuer geschieht durch ein Stück Dattel und das Geben von Wasser an einen Fastenden, womit man seinen Hunger und Durst lindert.

In dem zweiten Absatz wurde der Hunger und Durst als Warnsignale für den Tag der Auferstehung gebraucht. Auch hier findet dieses Beispiel Anwendung, in dem das Stillen des Hungers und Durst von anderen als eine eigene Sicherheit vorgestellt wird. Nach der Frage, dass nicht jeder jemanden speisen kann, erleichtert es der Prophet auch jenen, indem für sie ein Stück einer Dattel und Wasser diesen Lohn gewähren.

Die Religion des Islam ist also für jeden umsetzbar, für jenen, der Mittel hat und ebenso für den, der mittellos ist, sei es materiell oder immateriell. Der Prophet Muhammad (sas) nutzt hier oft Vergleiche, wie auch der Quran es tut, um die Wirkung unserer diesseitigen Taten im Jenseits zu beschreiben. Im nächsten Absatz wird dies intensiv dargestellt.

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