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Analyse der Rede des Propheten Muhammad (sas) zum Monat Ramadan, Teil 5

“Oh ihr Menschen! Demjenigen unter euch, der in diesem Monat sein Benehmen verbessert, wird das ein Übergang auf dem Sirat (Brücke ins Jenseits) sein an dem Tag, an dem die Füße (darauf) ausrutschen. Demjenigen unter euch, der denen unter seiner Obhut Erleichterung verschafft, wird Allah seine Rechenschaft leichter machen. Vor demjenigen, der in diesem (Monat) sein Übel zurückhält, wird Allah Seinen Zorn am Tage, an dem er Ihn trifft, zurückhalten. Allah wird mit demjenigen großzügig sein am Tage, wenn er Ihn trifft, der in diesem (Monat) zu einem Waisen großzügig ist. Allah wird demjenigen mit seiner Gnade helfen am Tag, an dem er Ihn trifft, der in diesem (Monat) die Verbindung zu seinen Verwandten bewahrt. Von demjenigen aber, der in diesem (Monat) die Verbindung zu seinen Verwandten abbricht, wird Allah Seine Gnade zurückhalten am Tag, an dem er Ihn trifft. Demjenigen, der in diesem (Monat) freiwillig ein rituelles Gebet verrichtet, schenkt Allah Befreiung von dem Feuer. Derjenige, der in diesem (Monat) eine verpflichtende Tat vollbringt, bekommt die Belohnung dessen, der in anderen Monaten siebzig Pflichttaten vollbringt. Derjenige, der in diesem (Monat) viel für mich betet, dessen Waage wird an dem Tag schwer wiegen, wann die Waagen leichter sind. Derjenige, der in diesem (Monat) einen Vers von Koran rezitiert, wird belohnt, als hätte er in anderen Monaten den Koran komplett gelesen.”

Taten im Monat Ramadan –> Wertigkeit im Jenseits –> Wiederholte Wichtigkeit–>Familie –>Beziehung zu Allah –> Barmherzigkeit –>Deutliche Spuren im Jenseits

Auch in diesem Abschnitt gibt es wieder soziale und individuelle Taten. Diesmal wird hier jedoch nicht nur dazu aufgerufen, wie bei den anderen Abschnitten. Hier zeigt der Prophet ihre Wirkungen und Wertigkeiten im Jenseits. Bei sozialen, also bei Taten mit anderen Menschen, tritt Allah swt als ihr Verteidiger auf oder handelt gut wie der Diener gegenüber ihnen, aber natürlich auf einer höheren göttlichen Dimension. Denn er sagt, dass Allah so handeln wird, wenn der Diener ihn trifft. Die Taten, wie die Verwandtschaftsbande zu erhalten, zu den Waisen großzügig zu sein und die Verrichtung des Gebets und Bitten, wurden bereits vorher erwähnt; das Bitten sogar mehrmals. Die Wiederholung kann entweder die Wichtigkeit dessen bedeuten, aber auch die Mehrdimensionalität dieser Taten. Die Befreiung von dem Feuer bspw. wurde hier bei der Verrichtung eines freiwilligen Gebets versprochen, zuvor auch bei den Betenden und Niederwerfenden, sowie jene, die andere Fastende speisen und zu trinken geben. Die Erhaltung der Verwandtschaftsbande ist ebenfalls, wie gesagt, wiederholt. Hier ist ein kleines Wortspiel drin. Denn im Arabischen wird die Verwandtschaft oder Familie als ra?im (?????) bezeichnet. Ra?im ist ebenfalls die Gebärmutter. Dieses Wort hat seinen Ursprung im Wort „ra?ma“, also Barmherzigkeit. Das Besondere an Barmherzigkeit ist, dass dieses Wort nicht für etwas Schlechtes gebraucht werden kann, wie es bei der Liebe aber der Fall ist, wie die Liebe zur Welt, oder wenn man einen Mörder liebt. Barmherzig zu sein, bedarf immer einer gütigen Einstellung. Und so ist auch die Familie, die für gewöhnlich auch bei allem Übel immer hinter einem steht und einen auffängt. So wird Allah swt auch am Tag der Auferstehung dem Diener gegenüber barmherzig sein, wenn er zu seiner Familie im Diesseits eine Verbindung hegt.

Was man an diesem Abschnitt eingehend erkennen kann, ist, was für eine Wertigkeit unsere individuellen und sozialen Taten besonders in diesem Monat haben. Und er zeigt, dass unsere Taten überhaupt eine Wirkung im Jenseits hinterlassen, die unser Leben dort maßgeblich beeinflussen. Die Taten, die wir in Beziehung zu anderen Menschen machen, hat daher auch immer eine Wirkung auf unsere Beziehung zu Allah swt im Jenseits. Am Ende betont der Prophet nochmal, welcher Segen dieser Monat Ramadan mit sich bringt, wenn er sagt, dass viele unserer gottesdienstlichen Taten, wie das Gebet und die Quranrezitation, um ein vielfaches belohnt werden. Die Spuren, die wir mit den spirituellen Taten und Denken in unserer Seele also hinterlassen, sind in diesem Monat umso deutlicher. So ist auch die Nacht der Bestimmung, in der alles für das weitere Jahr bestimmt wird, beeinflussbar. Und Allah weiß es am besten.

Vergleiche der Taten Diesseits und Jenseits

 

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