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M.A.H.D.I.-e.V. trifft Aktham Suliman

Buchvorstellung und Diskussion

Am 29.03.2018 organisierte der M.A.H.D.I.-e.V. in der Werkstatt der Kulturen in Berlin eine Buchvorstellung des Journalisten Aktham Suliman, die mit einer Diskussion zum Thema Nahostkonflikt abgeschlossen wurde. Zu dieser Veranstaltung wurde eingeladen, um den Interessierten die Möglichkeit zu bieten, die Geschehnisse im Nahen Osten aus einer anderen Perspektive zu betrachten, wie sie nicht in den Massenmedien präsent sind. Die Veranstaltung wurde moderiert vom Vereinsvorsitzenden Mehdi Chahrour.

Vereinsmitglied Rim Zreik eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßungsrede in der sie wichtige Etappen aus dem bisherigen Werdegang des Autors Aktham Suliman wiedergab und über die Gründe zur Verfassung seines Buches sprach. Wie der Titel des Buches, „Krieg und Chaos in Nahost – Eine arabische Sicht“, es bereits verdeutlicht, geht es in dem Buch darum, über die Ursachen und Entwicklungen des Nahostkonfliktes zu sprechen und die Akteure und Folgen zu benennen.

Herr Aktham Suliman verlas den Zuhörern sodann einige Passagen aus seinem Buch, in denen es unter anderem um die Zeit nach dem 11. September, um den Irakkrieg und auch um aktuelle Themen, wie dem Krieg in Syrien, ging. Nach der Buchvorstellung folgte die Diskussionsrunde, welche der Moderator Mehdi Chahrour mit der Frage, weshalb das Buch mit dem zweiten Golfkrieg begann einleitete. Herr Suliman sprach davon, dass dieser Krieg nicht nur geografisch von besonderer Bedeutung war, sondern auch ein entscheidender Krieg für die Weltengemeinschaft, da politische Geschehen, die danach folgten, in Verbindung mit ihm standen, so wie der Arabische Frühling und auch die heutigen Konflikte im Nahen Osten.

Im Laufe der Diskussion teilte Herr Suliman seine eigenen Erfahrungen wiederholt mit den Gästen und warf ebenfalls Fragen in den Raum, wie beispielsweise, wie Staatsgeschehen von externen Akteuren gelenkt werden könnten und dass der Schlüssel hierfür die Propagandamittel sind, denn Krieg sei nichts anderes als Propaganda.
In Folge dessen wurde auch über die Rolle Deutschlands gesprochen und Herr Suliman sprach davon, dass man nicht mit deutschen – beziehungsweise demokratischen Maßstäben nach Lösungen suchen kann, wo keine Demokratie herrscht, denn Artikel 5, so sagte er, würde einem Journalisten bei einer Berichterstattung über beispielsweise China nichts nützen.

Weiter wurde auch über die Wucht der Effekte der Bilder des 11. Septembers und ihren Folgen für jene, die auf der anderen Seite der Welt, womit der Nahe Osten gemeint war, lebten, gesprochen. Eine Folge des 11. Septembers war unter anderem die Stigmatisierung von Muslimen.

Den anwesenden Gästen wurde im Anschluss an diese Ausführungen die Möglichkeit gegeben, sich ebenfalls an der Diskussion zu beteiligen und Fragen zu stellen. So äußerten sich einige Gäste, stellten Fragen, sprachen ebenfalls von der Zeit bevor das Augenmerk negativ auf die Muslime gerichtet wurde und den Veränderungen seither.

Mehdi Chahrour betonte die Wichtigkeit, dass in dem Buch erkannt würde, dass der Prophet Muhammad, der ewige Friede sei auf ihm und seiner reinen Familie, frei von alldem ist, das ihm an Schmähungen vorgeworfen wird.

Durch die Veranstaltung konnte den Anwesenden ein kleiner Einblick in die politische Lage im Nahen Osten gewährt werden und die Komplexität dieses Themas verdeutlicht. Mehdi Chahrour fasste entsprechend zusammen: es sei leichter Medizin, Mathematik und Philosophie in einem Jahr zu studieren, als das, was in der arabischen Welt in den letzten fünf bis sechs Jahren passiert ist. Umso bereichernder war die Expertise des ehemaligen Al-Jazeera Korrespondenten und Journalisten Aktham Suliman für die erfolgreiche Veranstaltung. Der Ausklang fand bei Kuchen und weiteren Gesprächen statt.

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